USB-Stick in VirtualBox booten

In dieser Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Linux-Distribution (z. B. Ubuntu oder Knoppix) von USB-Stick in einer virtuellen Maschine booten können. Das ist sehr praktisch, wenn Sie eine Linux-Distribution auf einem USB-Stick installieren wollen. Zum Testen können Sie dann die speziell präparierte virtuelle Maschine verwenden, statt jedes Mal Ihren Rechner neu booten zu müssen. Als virtuelle Maschine kommt hierbei VirtualBox zum Einsatz.

Diese Anleitung basiert auf einer englischen Anleitung von www.pendrivelinux.com.

VirtualBox unterstützt standardmäßig nicht das Booten von USB-Stick. Mit folgendem Kniff geht es unter MS Windows aber dennoch:

Diese Anleitung ist veraltet.

  1. Laden Sie VirtualBox herunter und installieren Sie es.

    VirtualBox noch nicht starten!

  2. Schließen Sie Ihren USB-Stick an Ihren Rechner an und warten Sie, bis der USB-Stick von Windows eingebunden wurde.

  3. Wählen Sie im Windows-Startmenü Start > Ausführen. (In Windows 7: Wählen Sie Start > Suchen.)

    Das Dialogfenster Ausführen wird geöffnet.

  4. Geben Sie den Befehl diskmgmt.msc ein (ohne Anführungszeichen) und klicken Sie auf OK.

    Das Dialogfenster Datenträgerverwaltung wird geöffnet.

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 1

  5. Überprüfen Sie, welche Laufwerksnummer Ihr USB-Stick hat.

    Beispiel: In der folgenden Abbildung hat der USB-Stick bzw. Wechseldatenträger die Laufwerksnummer 2:

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 2

  6. Rufen Sie die Windows-Kommandozeile auf.

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 3

  7. Geben Sie in die Windows-Kommandozeile folgenden Befehl ein und drücken Sie Enter:
    cd %programfiles%sunvirtualbox

  8. Geben Sie in die Windows-Kommandozeile folgenden Befehl ein und drücken Sie Enter; ersetzen Sie dabei das Rautezeichen (#) durch die Laufwerksnummer Ihres USB-Sticks:
    VBoxManage internalcommands createrawvmdk -filename "%USERPROFILE%".VirtualBoxusb.vmdk -rawdisk \.PhysicalDrive# -register

    Es wurde eine virtuelle Festplatte namens “usb.vmdk” erzeugt.

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 4

  9. Starten Sie VirtualBox. (In Windows Vista und Windows 7: Starten Sie VirtualBox mit Administratorrechten.)

  10. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Neu, um eine neue virtuelle Maschine zu erstellen.

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 5

  11. Geben Sie einen Namen für die virtuelle Maschine ein, wählen Sie ein Betriebssystem und klicken Sie danach auf Weiter >.

    Falls Sie verschiedene Linux-Distributionen probieren wollen, wählen Sie als Version den Eintrag Linux 2.6. Alle aktuellen Linux-Distributionen haben einen Kernel der Version 2.6.

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 6

  12. Wählen Sie die Größe des Hauptspeichers und klicken Sie auf Weiter >.

    Viele aktuelle Linux-Distributionen mit grafischer Bedienoberfläche benötigen mind. 512 MB RAM.

  13. Wählen Sie als virtuelle Festplatte die in Schritt 8 erstellte "usb.vmdk", klicken Sie auf Weiter > und dann auf Fertig.

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 7

  14. Klicken Sie auf Starten, um die virtuelle Maschine von USB-Stick zu starten.

    VirtualBox/Virtualle Maschine von USB booten, Bild 2

    Wenn auf dem USB-Stick eine Linux-Distribution installiert ist, startet diese nun in der virtuellen Maschine.

{usbstickinfo}
{klarinformiert}

1 comment

  • RanuKanu Freitag, 15. April 2016 18:00 Comment Link

    \.PhysicalDrive2 ist falsch
    und
    die Option -register gibt es anscheindend nicht mehr!

    Der Befehl in Windows lautet im April 2016 richtig:

    VBoxManage internalcommands createrawvmdk -filename "%USERPROFILE%".VirtualBoxusb.vmdk -rawdisk \\.\PhysicalDrive2

    VG
    RanuKanu

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