openSUSE auf USB-Stick installieren
Einleitung
Diese Anleitung wurde für openSUSE 11.2 erstellt, sollte aber auch mit openSUSE 11.1 und 11.3 funktionieren.
Sie können mit dem gleichen, unten beschriebenen Vorgehen openSUSE auch auf SD-Card installieren.
Hinweise:
- Mit dieser Anleitung erstellte USB-Stick-Installationen sind persistent, d. h. Änderungen an Ihrem openSUSE auf USB-Stick bleiben auch nach einem Neustart des Systems erhalten.
- Achten Sie darauf, dass zu Beginn des nachfolgenden Vorgangs kein anderes USB-Laufwerk oder sonstiges externes Laufwerk an Ihren Rechner angeschlossen ist!
- Ihr USB-Stick wird durch den nachfolgenden Vorgang formatiert, alle Daten darauf werden gelöscht! Sichern Sie Ihre Daten ggf. vorher!
- Die nachfolgende Schrittanleitung wurde in Anlehnung an einen englischen Artikel von opensuse.org erstellt.
Voraussetzungen
Um die nachfolgende Anleitung ausführen zu können, benötigen Sie:
- einen USB-Stick mit mindestens 1 Gigabyte Speicherkapazität.
- das Programm Win32 Disk Imager; laden Sie es ggf. hier herunter (ca. 6 MB) und entpacken Sie es.
- ein ISO- bzw. CD-Abbild von openSUSE
Falls Sie noch kein ISO-Abbild von openSUSE auf Ihrem Rechner haben, laden Sie zunächst eins herunter:
Schrittanleitung, Teil 1: openSUSE auf USB-Stick installieren
- Schließen Sie den USB-Stick an Ihren Rechner an.
- Überprüfen Sie im Windows Explorer, welcher Laufwerksbuchstabe dem USB-Stick zugewiesen wurde.

Abb. 1: Laufwerksbuchstabe im Windows ExplorerIm obigen Beispiel hat der USB-Stick (Wechseldatenträger) den Laufwerksbuchstaben "G".
- Starten Sie "Win32 Disk Imager".

Abb. 2: Win32 Disk Imager - Klicken Sie unter "Image File" auf das blaue Ordner-Symbol.
Das Dialogfenster "Select a disk image" wird geöffnet.

Abb. 3: Win32 Disk Imager - Wählen Sie das openSUSE-ISO-Abbild aus, das Sie auf den USB-Stick installieren wollen.
Hinweis: Standardmäßig können in diesem Dialogfenster nur Dateien mit der Endung "img" angezeigt werden. Um auch Dateien mit der Endung "iso" angezeigt zu bekommen, geben Sie in das Feld "Dateiname" ein "*.iso" und drücken Sie Enter.

Abb. 4: Win32 Disk Imager, ISO-Abbild auswählen - Wählen Sie den Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks aus.

Abb. 5: Win32 Disk Imager, Laufwerksbuchstabe des USB-Sticks auswählen - Klicken Sie auf "Write". Bestätigen Sie die Meldung "Writing to a physical device ..." mit "Yes".

Abb. 6: Win32 Disk Imager, ISO-Abbild auf USB-Stick installieren
Schrittanleitung, Teil 2: Persistenz für openSUSE einrichten
- Booten Sie Ihren Rechner mit openSUSE von dem USB-Stick.
Tipp: Sie können stattdessen den USB-Stick in VirtualBox booten.

Abb. 7: Startbildschirm von openSUSE 11.2 Gnome (über Taste "F2" auf Deutsch ungeschaltet) - Starten Sie in openSUSE das Terminal (bzw. die Kommandozeile). Drücken Sie dazu "Alt+F2", geben Sie als Befehl "xterm" ein und drücken Sie Enter.

Abb. 8: Terminal "xterm" - Geben Sie im Terminal ein: sudo su
Tipp: Bestätigen Sie Terminaleingaben immer mit Enter.
- Geben Sie im Terminal ein: fdisk -l
- Überprüfen Sie, welche Laufwerksbezeichnung der USB-Stick unter openSUSE hat. Orientieren Sie sich dabei z. B. an der Speicherkapazität des USB-Sticks.
In der nachfolgenden Abbildung hat beispielsweise der USB-Stick, der 2 GB Speicherkapazität hat, die Laufwerksbezeichnung "sda".

Abb. 9: Laufwerks- und Partitionsliste mit "fdisk -l" - Geben Sie im Terminal ein: fdisk /dev/sda
[fdisk für die Bearbeitung von sda aufrufen]
- Geben Sie im Terminal ein: n
[neue Partitionstabelle anlegen]
- Geben Sie im Terminal ein: p
[neue Partition soll primäre Partition sein]
- Geben Sie im Terminal ein: 2
[neue Partition soll 2. Partition sein]
- Geben Sie im Terminal ein: [Enter]
[nur Enter drücken, um Vorgabe zu übernehmen]
- Geben Sie im Terminal ein: [Enter]
[nur Enter drücken, um Vorgabe zu übernehmen]
- Geben Sie im Terminal ein: t
[Partitionstyp auswählen]
- Geben Sie im Terminal ein: 2
[2. Partition wählen]
- Geben Sie im Terminal ein: 83
[Partitionstyp]
- Geben Sie im Terminal ein: w
[Änderungen auf USB-Stick schreiben]
xterm zeigt die Fehlermeldung "Re-reading the partition table failed ...". Dies ist normal. Die Änderung wird nach dem nächsten Systemstart übernommen.
- Starten Sie openSUSE neu.
Fertig. Sie können openSUSE von dem USB-Stick nun auf jedem Rechner booten. Dateien und Änderungen, die Sie in openSUSE erstellen bzw. vornehmen, bleiben erhalten (= Persistenz).
Fragen oder Ergäzungen zu dieser Schrittanleitung tragen Sie bitte in den Kommentarbereich hier ein.
Stand: 03.04.2010